Schneller, höher, weiter: Annakirmes 2018

Sie ist das Highlight Dürens – das Aushängeschild der Stadt. Jeder Dürener kennt sie und fast jeder geht hin. Die Annakirmes.

Mit insgesamt über 150 Geschäften entlang einer 2,5 Kilometer-langen „Budenfront“ (das ist der Gang, den man entlang geht) und mehr als 800.000 Besuchern ist die Annakirmes eines der größten Volksfeste im West-Rheinland.

Die Kirmes gibt es seit mindestens 1638, aber dieses Jahr war die Kirmes besonders rekordverdächtig: So hoch wie dieses Jahr waren die Fahrgeschäfte noch nie. Mit den Attraktionen „XXL Racer“ (55m), „The Flyer“ (80m), „Spin Tower“ (80m), „Infinity“ (65m), dem „Europa-Rad“ (55m) hatte die diesjährige Kirmes gleich fünf Attraktionen, die höher als 50 Meter waren.

Der andere Höhenrekord: Gleich zwei Fahrgeschäfte (The Flyer und Spin Tower) schafften es erstmals, eine Attraktion auf der Annakirmes mit 80 Meter Höhe anzubieten.

Es gibt neben den Attraktionen auch noch die berühmten Trink- und Essbuden, bei der unzählige Liter Cola, Limo und Bier ausgeschüttet und zahlreiche Reibekuchen über die Theke gereicht wurden.

Vor dem Riesenrad „kipp“ haben viele Besucher Respekt. Das Riesenrad ist nichts für schwache Nerven. Der Name verbreitet manchen Besuchern schon Angst ;-).

Traditionell gibt es freitags bei der 9-tägigen Annakirmes ein weiteres Highlight: Das Feuerwerk. Bei dem ca. 20-minütigen Feuerwerk werden unzählige Feuerwerkskörper in die Luft gejagt, die für schöne Anblicke in der Dürener Innenstadt sorgen.

Weit entfernt und leider verpixelt: Das Feuerwerk aus weiter Entfernung.

Fazit: Die Kirmes bietet für jeden – von jung bis alt – etwas. Neben den Fahrgeschäften gibt es ein gastronomisches Angebot, welches den ein oder anderen Genuss ermöglichen kann. 😉 Immer wieder ein Besuch wert!

ist Chefredakteur der Schülerzeitung. Er ist seit 2012 Mitglied des Redaktions-Teams.

Derzeit besucht er die Q1 des Burgaus in den Leistungskursen Mathematik und Erdkunde.
Er steht allen Lesern gerne für Fragen oder Anmerkungen zur Verfügung.

Kontakt: redaktion[a]burgau-blog.de

Burgau beim Schülerwettbewerb „GoIT“


Nils Beyer aus der Q1 nahm während der letzten beiden Schulwochen vor den Sommerferien am Schülerwettbewerb „GoIT 2018“ teil und berichtet über seine Erfahrungen während der 6-tägigen Veranstaltung in Aachen.

Anfang April wurde ich von meinem Informatiklehrer, Herrn Dr. Heidbüchel, auf eine Initiative von AntAlive hingewiesen – die Grundidee ist simpel: Neun Firmen und Institute aus der Region stellen unterschiedliche Aufgaben aus dem Bereich der Informatik. Diese bieten sämtlich (duale) Ausbildungsplätze an und können so auch neue Berufsperspektiven eröffnen. Die Aufgaben wurden innerhalb einer Wettbewerbswoche von den jeweils angemeldeten Schülern vor Ort gelöst. Dies bietet mehrere Vorteile für die Teilnehmer: Zum einen erfolgt die Betreuung durch professionelle Informatiker, des Weiteren werden viele berufliche Eindrücke vermittelt.

Ich hatte mich für das Projekt des Lehrstuhls Informatik der RWTH Aachen angemeldet. Die Aufgabe: Verbindet mittels einer eigenen Android-App das Fangenspielen der Kindheit mit der virtuellen Welt!

Ähnlich wie bei „Pokémon GO“ sollen Nutzer ihren Standort auf einer interaktiven Karte sehen und regelmäßig Hinweise zu dem Standort derjenigen Mitspieler erhalten, die gefangen werden sollen. Dadurch soll das Fangenspielen deutlich erweitert werden, sodass beispielsweise eine gesamte Stadt als Spielfläche genutzt oder auch öffentliche Verkehrsmittel von den Spielern eingebunden werden können.

Während der Woche lernte ich viele gleichgesinnte Informatikbegeisterte kennen, die andere Schulen und Jahrgänge als ich besuchen: Unser fünfköpfiges Team bestand neben mir aus drei Dürenerinnen und einem Stolberger. Über die Woche leisteten wir gute Teamarbeit und konnten gemeinsam einen ersten funktionierenden Prototyp der App erstellen – unsere Betreuer waren von unserem Engagement trotz der kurzen Woche begeistert! Außerdem sind wir durch den Wettbewerb Freunde geworden und motiviert, diesen Prototypen weiter auszubauen und zu verfeinern: Das erste Treffen in den Ferien zum Weiterentwickeln und Basteln an der App fand bereits statt!

Honoriert wurden unsere Leistungen bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs, auf der sich alle Teams einem mehrteiligen Bewertungsverfahren stellten. Insgesamt erreichten wir einen stolzen dritten Platz – doch bei der großen Vielfalt der Aufgabenarten, die einen objektiven Vergleich der Teams nahezu unmöglich machten, war der größte Preis nicht die Platzierung, sondern die gesammelten Erfahrungen, Freunde und Perspektiven während der Woche…

Gastredakteur: Nils Beyer, Q1

Erfahrungsbericht Jugend-Landtag NRW 2018

Der Jugend-Landtag NRW ist für interessierte Jugendliche von 16-20 Jahren. Hierbei haben sie die Gelegenheit, drei Tage lang in die Rolle eines echten Abgeordneten zu schlüpfen. Pro Kreis gibt es ein bis zwei Vertreter, die für ihren Wahlkreis in den Landtag gehen dürfen. Beim 9. Jugend-Landtag hatte ich die einmalige Chance ein Teil der CDU-Fraktion sein zu dürfen. Ich habe mich schriftlich bei Frau Dr. Peill beworben und erhielt wenige Wochen später die Bestätigung, dass ich die Vertreterin von ihr sein darf, also ging es für mich vom 28-30.06.2018 ab nach Düsseldorf. Im Laufe der Veranstaltung diskutiert man mit bis zu 200 anderen Jugendlichen über politische Themen, die vorher ausgewählt wurden. Dieses Jahr fiel die Wahl auf „Digitalisierungs-Projekte an Schulen“ und das „NRW-Ticket für FsJler und Auszubildende“.

Mein Aufenthalt begann am Donnerstagnachmittag mit einem Empfang im Landtag, wo es hauptsächlich darum ging, die kommenden Tage zu organisieren. Wir kamen in der Fraktion zusammen und legten erstmal fest, wer welches Thema behandelt. Für mich war dies das NRW-Ticket für FsJ’ler und Auszubildende. Nach der abschließenden Zimmerverteilung gingen wir geschlossen zur nah gelegenen Jugendherberge.

Der Freitag begann um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück und im Anschluss ging es zurück in den Landtag. Der Tag  war vollständig ausgefüllt mit Fraktionssitzungen und politischen Diskussionen, der absolute Höhepunkt des Tages jedoch war der parlamentarische Abend mit den echten Landtagsabgeordneten. Meine Abgeordnete war selbstverständlich auch da und wir nutzten die Stunden, um uns auszutauschen, um mit anderen Teilnehmern und Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.  Weit nach Mitternacht fielen wir alle erschöpft ins Bett.

Samstag war es endlich soweit: Die über drei Stunden dauernde Plenardebatte begann. Alle Fraktionen kamen zusammen, hielten zuvor geübte Reden über ihre jeweiligen Themen und hielten zum Teil sehr hitzige Diskussionen über unsere Anträge. Die gesamte Plenardebatte wurde live ins Internet übertragen. Die Atmosphäre war atemberaubend und ausgelassen, wir alle waren uns einig: Das war mit Abstand der schönste Moment des gesamten Aufenthaltes. Nach einem nicht verpflichtenden Abschlussgottesdienst ging es auch für die Letzten von uns nach drei ereignisreichen Tagen zurück nach Hause.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Jugend-Landtag eine einmalige Erfahrung war, geprägt durch wirklich tolle Reden und ambitionierten Menschen, die tatkräftig unsere Landespolitik unterstützen und weiterbringen wollen. Die allgemeine Organisation war Dank des Helferteams hervorragend. Hiermit bedanke ich mich herzlich bei Frau Dr. Peill für diese unglaubliche Chance und kann den Jugend-Landtag wärmstens jedem empfehlen, der daran Interesse hat!